PTSV Aachen - Damen 2 - PTSV-Damen II zahlen hohen Preis für den Derby-Sieg!

von PTSV Aachen - Damen 2

Eine schwere Verletzung der Aachener Diagonalspielerin Marly Reijnen überschattete den 3:1-Arbeitssieg (25:20, 22:25, 25:16, 25:23) des PTSV-Teams über den Dürener TV. Auch sportlich war der Nachmittag - vom Endergebnis einmal abgesehen - wenig erfreulich.

Das Spiel beider Teams war von Anfang an von vielen Unzulänglichkeiten geprägt. Attraktive Ballwechsel war Mangelware, dafür standen aber beiderseits des Netzes zahlreiche Aufschlag- und Angriffsfehler hoch im Kurs. Da es zu Beginn des ersten Satzes keinem Team gelang, die Initiative konstant an sich zu ziehen, waberte das Spiel hin und her. Einer 11:6-Führung ließ das PTSV-Team einen 14:15-Rückstand folgen, um dann wieder mit 21:17 in Front zugehen. Meistens war es die individuelle Klasse, die für Punktgewinne verantwortlich war und da hatten die Aachenerinnen in dieser Phase ein paar bessere Aktionen für sich, um den Satz mit 25:20 für sich zu entscheiden.
 
Ziemlich grotesk war dann der Spielverlauf im 2.Durchgang. Trotz der Satzführung im Rücken kamen die Gastgeber anfangs überhaupt nicht ins Spiel. Erst nach 0:8-Rückstand - und zwei Auszeiten - gelangen erst eigene Punkte. Mit toller Moral wurde dann der Rückstand sukzessive verkürzt, um auf der Zielgeraden sogar mit 21:18 in Front zu gehen. Alles deutete nun auf ein 2:0-Satzführung hin, doch dann kam er wieder, der Schlendrian…Einfachste Dinge wollten nicht mehr gelingen, Wechsel zeigten keine Wirkung. Die Gäste erkannten die günstige Gelegenheit, legten nochmal zu und erzielten mit 22:25 den Satzausgleich.
 
Im Aachener Lager war man ob dieser Entwicklung natürlich reichlich angefressen und war gewillt diesen – am Ende – unnötigen Satzverlust sofort wieder zu korrigieren. Entsprechend konzentriert ging man zu Beginn des 3.Satzes zu Werke. Über 8:2 ging es hoch auf 15:8, ehe es dann bei einer Netzaktion zur Verletzung der Co-Kapitänin kam. Zwar wurden erst schlimme Befürchtungen durch die spätere Diagnose im Krankenhaus zum Glück nicht bestätigt, da es im betroffenen Sprunggelenk offenbar nicht zu einem offenen Bruch gekommen ist - dafür liegt jedoch eine schwere Verletzung des Gesamt-Bandapparates vor. Natürlich war die Stimmung im Aachener Lager nach der langen Versorgungspause ziemlich gedrückt, andererseits wollte das Team jetzt erst recht den Sieg für ihre Co-Kapitänin einfahren. Mit dem 7-Punkte-Polster im Rücken gelang die Fortsetzung des Spiels dann auch relativ gut und die Gäste aus Düren schienen mit der langen Unterbrechung mehr Probleme zu haben. So ging der 3.Satz mit 25:16 recht deutlich an das Aachener Team.
 
So zerfahren wie in vielen Phasen der vorangegangen Sätze war dann auch der komplette 4.Durchgang. Kein Team konnte konstanten Druck aufbauen. Jegliche Ansätze wurden auf beiden Seiten immer wieder durch zahlreiche Eigenfehler unterbunden. Da es keiner Mannschaft gelang, sich einen signifikanten Vorsprung herauszuarbeiten, lebte das Spiel immerhin von der Spannung. So ging es dann auch bis zum Satzende eng zu, ehe die Gäste – charakteristisch für das ganze Spiel – den Aachenerinnen, beim Stand von 24:23 für das PTSV-Team, den Sieg mit einem Aufschlagfehler servierten…
 
Fazit: Wer ein spielerisch packendes Derby erwartet hatte, wurde enttäuscht, denn die sportlichen Darbietungen, insbesondere des Heimteams, waren bis zur Mitte des dritten Satzes doch eher überschaubar. Die Aufschlageffektivität war zu gering, der Angriffsdruck nicht konstant hoch genug und auch in der Defensive - sowohl am Netz als auch in der Abwehr - hat man zu viele gegnerische Aktionen zugelassen. Nach der Verletzung von Marly Reijnen, für die die Saison damit leider schon beendet ist, hat das Team die schwierige Situation gut gemeistert und drei wichtige Punkte im Titelrennen eingefahren. Zaubervolleyball war aufgrund der Vorkommnisse natürlich nicht mehr zu erwarten. Vor dem nächsten Spiel beim Tabellenführer Geldern hat man nun 14 Tage Zeit, um die schlimmen Bilder des Wochenendes zu verdauen und sportlich ein paar Dinge zu verbessern, die zuletzt nicht ganz so optimal gelaufen sind.

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