Ziel erreicht – die Saison 2014/15 der SG Aachen Damen 1

von Julia Batsch

Am 14.09.2014 startete die hochmotivierte weibliche Erstvertretung der SG Aachen in die Verbandsliga-Saison 2014/15. Frisch aufgestiegen nach einer Landesliga-Saison mit nur einer Niederlage fassten die Damen um Trainer Lutz Fettweis erst einmal das bescheidene Ziel des Klassenerhaltes.

Das erste Heimspiel gegen den Oberaußemer VV versprach einen guten Start:

In bunten Hosen und niegel-nagel-neuen Trikots lieferte die Damen 1 der SG Aachen zwar kein schönes, aber ein erfolgreiches 3:0 in eigener Halle. Mit diesem sauberen Start in die bis dato noch frische Saison stand die SGA direkt auf dem ersten Platz der Tabelle.

Die erste Verteidigung dieser Platzierung folgte am 27.09. in Düsseldorf. Beim ART Düsseldorf konnten die SG-Mädels direkt den nächsten 3:0-Erfolg einfahren und machten es sich schon ein wenig gemütlich auf dem Platz an der Sonne.

Mit breiter Brust ging es dann am dritten Spieltag ins erste Lokal-Derby: der PTSV „reiste“ an. Aus Sicht des PTSV sollte uns ein Spiel auf „ganz anderem Niveau“ erwarten. Entsprechend heiß waren die SG-Damen und schickten auch den dritten Gegner der Saison ohne Punkte mit 3:0 nach Hause. Zwar musste sich die SGA im ersten Satz den Sieg noch hart erkämpfen (30:28), jedoch konnte sie ihre Leistung in jedem Satz steigern, sodass der dritte Satz völlig chancenlos für den PTSV mit einem 25:14 beendet werden konnte.

So konnte die Damen 1 erneut den ersten Tabellenplatz verteidigen und ganz nebenbei das Lokal-Derby verdient für sich entscheiden.

Die folgenden Spieltage (Stolberger TG und SC 99 Düsseldorf) zeigten den SGA-Damen jedoch zum ersten Mal ihre Grenzen auf. Während man im Spiel gegen den STG immerhin noch insgesamt 59 Punkte innerhalb der drei Sätze sammeln konnte, war das Spiel gegen die Düsseldorferinnen gnadenlos (48:75). Schnell war klar, dass diese Mannschaften die Staffel auf kurz oder lang anführen werden und Aufstiegskandidaten sind.

Nach diesen klaren Niederlagen musste sich die Damen 1 der SGA erst einmal erholen. Im Spiel gegen den Erkelenzer VV konnte man sich bereits den ersten Punkt nach den zwei Nullrunden erkämpfen, musste die anderen zwei Punkte allerdings in Erkelenz lassen. Dem Mühlheimer TV machten die SG-Mädels zwar das Spiel etwas schwerer (23:25, 25:27, 17:25) mussten aber erneut die Gegner mit 3 satten Punkten nach Hause fahren lassen.

Mit großem Respekt reiste schließlich die SGA für das vorletzte Hinrundenspiel nach Köln, um sich dem Oberliga-Absteiger KT43 Köln zu stellen. Knapp aber souverän sackten die Aachenerinnen hier endlich wieder einen 3:0-Sieg ein und beeindruckten die spionierenden Gegner des letzten Hinrundenspiels. Der AVC 93 Köln reiste als letzte Mannschaft in der Hinrunde nach Aachen. Mit den Eindrücken aus dem KT-Spiel gingen die Kölnerinnen zunächst stark in den ersten Satz und gewannen diesen für sich. Doch die SG-Mädels wollten die Hinrunde mit einem Sieg abschließen. Satz 2 und 3 ging eindeutig (25:19, 25:14) an die Aachenerinnen, der vierte Satz ging wiederum knapp an die Gäste (24:26). Alles oder nichts: ein etwas wackeliger fünfter Satz brachte letztendlich zwar nur zwei Punkte aufs Konto, aber damit den verdienten Sieg (15:10).

Inzwischen war die Damen 1 der SG Aachen im Mittelfeld der Tabelle angekommen und war damit auch sehr zufrieden.

Die Rückrunde begann zunächst wie erwartet, die ersten zwei Pflichtsiege gegen den OVV und den ART Düsseldorf konnten problemlos eingeholt werden.

Das Lokal-Derby der Rückrunde gegen den PTSV war nach der Klatsche für den PTSV in der Hinrunde hart umkämpft und musste nicht zuletzt auch dank der lautstarken PTSV-Fans im Höfling an die Heimmannschaft abgetreten werden. Aber immerhin nicht ohne doch noch einen Punkt einzusacken.

Für die folgenden Rückspiele gegen die Stolberger und die Düsseldorfer hatten sich die Mädels von Lutz Fettweis eigentlich nur vorgenommen, mehr Widerstand zu leisten als in der Hinrunde. Mit 41:75 und 44:75 gelang das leider nicht. Hut ab – ihr habt euch den Aufstieg wirklich beide verdient!

Endspurt! Aufgrund der neuen Punkteregelung wurde es für die meisten Mannschaften in der Staffel knapp. Zwischenzeitlich konnte jeder Sieg des einen über den Tabellenplatz des anderen entscheiden, also mussten Punkte her!

Das Rückspiel gegen den EVV lieferte die ersten drei Punkte um sich vom Relegationsplatz zu entfernen. Ein Gefühl der Sicherheit kam auf. Doch das zweite Spiel gegen den MTV Köln brachte den Dämpfer, zu diesem Zeitpunkt hätte ein Punkt gereicht um sicher aus der Relegationsgefahr gewesen zu sein, die 3:1-Niederlage reichte dafür aber nicht.

Dann mussten die Punkte im letzten Heimspiel her: KT 43 Köln. Die SG-Damen rechneten mit Rachelust der Kölnerinnen…und bekamen die ersehnten – erlösenden – 3 Punkte. Der Klassenerhalt war gesichert.

Doch nicht nur der Klassenerhalt war sicher: am letzten Spieltag konnte die SGA sogar noch auf den dritten Tabellenplatz vorrücken! Dank der Niederlage des PTSV bestand die reelle Möglichkeit mit einem 3-Punkte-Sieg gegen den AVC am letzten Spieltag die Saison als „Best of the Rest“ zu beenden.

Während die SG-Mannschaft die gesamte Saison über bei fast allen Spieltagen mit voller Kraft auffahren konnte, musste Trainer Lutz Fettweis am letzten Spieltag krankheits- und urlaubsbedingt auf einige Spielerinnen verzichten. Außerdem war das letzte Spiel für Sonntag, 11h angesetzt, während am Abend zuvor einerseits die Neptun-Saison-Abschlussparty stattfand und zusätzlich die Uhren auf Sommerzeit umgestellt wurden. Alles keine Ausreden, aber irgendwie auch keine guten Vorboten für das Spiel. Obwohl doch alle die „goldene Ananas“ wollten, hat es einfach nicht gereicht um gegen den hochmotivierten AVC erneut anzukommen. Ein letzter gewonnener Satz konnte eingesammelt werden, dann beendete die SG Aachen bei Pizza und Pasta die Saison 2014/15 mit dem sechsten Tabellenplatz.

Eine turbulente Saison mit derben Verlusten (Jule Esser: erst Fingerbruch, dann Rücken, Pia Köster: Famulatur in Brüssel) aber auch tollen Neuzugängen (Anja Schoumackers und Saskia Vegelahn) geht zu Ende. Das Saisonziel wurde erreicht mit dem Vermerk dass auch noch ein bisschen mehr drin gewesen wäre.

Die Zukunft der Mannschaft sieht zunächst ähnlich turbulent aus, einige Spielerinnen werden die Mannschaft job-, schmerz- und familienbedingt verlassen. Andere werden nach Baby- und Studiumspause (hoffentlich?) wieder einsteigen.

Nach 2 lehrreichen Saisons bei Rainer Büschges und 3 kämpferischen Saisons bei Lutz Fettweis gehöre auch ich zu den job- und schmerzbedingten Abgängen und möchte mich bei allen ehemaligen und (noch-)aktuellen Mannschaftskolleginnen bedanken. Ob als Mittelblocker, Außen- oder Diagonalangreiferin, ich habe immer gerne bei SG gespielt und werde diesen süßen, kuscheligen Verein sehr vermissen!

Mein und unser großer Dank geht an:

Lutz Fettweis, Wiebke Witte, Silvia Steudner, Waleh Welter, Mona Schultebeyring, Tina Kroll, Saskia Vegelahn, Anja Schoumackers, Uschi Schneider, Gisela Volkers, Pia Köster, Jule Esser, Hilke Mannel, unseren Dauerschiris Jonas, Sinni und Holger, (T)Rainer Büschges, Tina Scheinert, Franka Seidenspinner, Lara Pudich, Alex Juring, Jule Baumgartner, Janneke Ijmker, Kamilla Lamza, Susi Philippsen (und viele viele andere...) – wir hatten eine tolle Zeit!

Julia Batsch

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